Bei strahlendem Sonnenschein nehmen wir am Samstagvormittag die erste Seilbahn von Åndalsnes auf den 708 Meter hohen Berg Nesaksla. Den Vagabund parken wir bequem auf einem riesigen Platz am Bahnhof, für den wir die Gebühren ganz einfach mit der easypark App bezahlen. Von oben genießen wir während einer kurzen Wanderung die perfekte Aussicht auf den Romsdalsfjorden, über den malerische weiße Wolken ziehen.
Wieder im Tal drehen wir eine Runde durch den angenehmen Ort und machen uns dann auf den Weg in Richtung zum Atlantik. Die Strecke führt häufig an traumhaften Fjorden entlang, quert immer wieder einen steilen Bergrücken und läuft wie so oft in Norwegen auch ein ganzes Stück mit der Autofähre. Wir kommen durch die blühende Rosenstadt Molde und erreichen am Nachmittag den nagelneuen und top ausgestatteten Stellplatz wenige Kilometer nördlich vom kleinen Küstenort Bud. Dort stehen wir nahe am Meer und können auf einem befestigten Wanderweg entlang der felsigen Atlantikküste wandern.
In Norwegen gibt es 18 ausgewählte Landschaftsrouten, die mit zahlreichen Rastplätzen und Aussichtspunkten für Reisende ausgestattet sind und es uns ermöglichen, die phantastische Natur hautnah zu erleben. Im letzten Abschnitt unserer Reise sind wir bereits den Gamle Strynefjellsvegen und Geiranger – Trollstigen gefahren, am Sonntag wollen wir uns den Atlanterhavsvegen, die Straße im Meer, vornehmen. Zuvor gibt es aber noch eine ganz besondere Spezialität. Nicht weit vom Stellplatz, auf einer vorgelagerten steinigen Insel, liegt die berühmte Fischräucherei Drågen Smokehouse, die wir über sehr enge Sträßchen erreichen. Erst scheint es so, als ob in dem unauffälligen Häuschen heute niemand beschäftigt wäre, doch dann kommt der Besitzer aus einem daneben stehenden Wohnwagen und öffnet die Tür zum einfachen Verkaufsraum. Dort gibt es verschiedene Sorten von geräuchertem Lachs, von denen wir uns einige aussuchen. Auf Nachfrage dürfen wir auch einen Blick in die Rauchkammer werfen, in der die Fische drei Tage lang mit lokalem Wacholderholz behandelt werden. Der Betreiber betont, dass die Lachse spätestens 24 Stunden nach dem Fang in den Rauch kommen und dass ausschließlich lokale, natürliche Zutaten verwendet werden. Eine Kostprobe später am Tag übertrifft sogar unsere hohen Erwartungen, der Graved Lachs schmeckt tatsächlich traumhaft lecker. Nun geht es in nördlicher Richtung weiter zum Atlanterhavsvegen. Über sieben teilweise abenteuerlich geschwungene Brücken führt die Straße von Insel zu Insel, auf denen mehrere Aussichtspunkte zum Verweilen einladen. Am Nachmittag erreichen wir Kristiansund, eine beschauliche Hafenstadt, die sich über vier Halbinseln an der Küste erstreckt. Für Wohnmobile gibt es hier die Möglichkeit, auf einem zentralen Parkplatz zu übernachten, der am Sonntag sogar kostenlos ist.
Bevor wir in Kristiansund am Montagmorgen von den Beschäftigten der umliegenden Geschäfte zugeparkt werden, verlassen wir die Stadt in Richtung Trondheim. Durch die tolle Landschaft kommen wir dort kurz nach 13:00 Uhr an und können sofort auf den von unterwegs gebuchten Stellplatz nahe des Zentrums auffahren. Der Platz ist zwar nicht mehr als ein großer Parkplatz, dafür sind wir von hier aus zu Fuß schnell bei den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bei schönstem Sommerwetter ziehen wir durch die Straßen Trondheims, wobei uns ganz besonders die Lage vieler Gebäude direkt an den Kanälen gefällt. Trondheim, das im Jahr 997 als Nidaros gegründet wurde, ist mit etwa 220.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Norwegens. Im hiesigen Nidarosdom finden bis in die Gegenwart die Krönungsfeiern norwegischer Könige statt sowie viele andere Feierlichkeiten der royalen Familie.
Inzwischen haben wir uns entschieden, zunächst einmal weiter in den Norden zu fahren. Als erstes haben wir uns die 433 Kilometer lange Helgelandskysten vorgenommen, bleibt dabei, um diese norwegische Landschaftsroute mit uns zu entdecken.




















































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Ines (Samstag, 13 September 2025 08:55)
Oh ich lese gibt überall lecker Fisch ��, ich beneide euch gerade ein bisschen, gönne es euch aber aus vollem Herzen, aber ein Land, wo man überall Fisch essen kann……wieder ein Punkt mehr für dieses Land.
Sehr schöne erholsame Bilder wieder.
Matze (Montag, 15 September 2025 18:11)
Woa ist ja so eine schöne Gegend sehr entschläunigend sicher sehr entspannt da .
liebe grüße euer matze