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Durch Lappland

Lappland, Finnland
Bei der Fahrt durch das finnische Lappland

Vom norwegischen Kirkenes fahren wir am Montag in südliche Richtung nach Finnland und übernachten dort an einem der unzähligen Seen des Landes. Für die nächste Nacht wollen wir eigentlich auf den Campingplatz in Inari, der uns aber überhaupt nicht gefällt. Der Platz dürfte mit seiner Lage am See im Sommer ganz attraktiv sein und sich im Winter als Basis für Unternehmungen gut eignen, ist jetzt im Herbst aber nur eine große staubige Fläche, auf der wir uns irgendwo aufstellen müssten. So fahren wir weiter und finden schon wenige Kilometer außerhalb des Ortes einen tollen Platz, umgeben von Wald und, typisch für Finnland, direkt neben einem kleinen See, von denen es im Land angeblich 187.888 gibt. Wir erkunden die Wälder um uns herum, stoßen aber immer wieder auf Seen und Bachläufe, über die es kein Weiterkommen gibt. Dafür beschäftigen wir uns mit dem Sammeln von Heidelbeeren, die hier auch jetzt im Oktober noch zu finden sind.

Vagabund, Finnland
Vagabund im Wald südlich von Inari


Wald, Finnland
Ausgebauter Wanderweg zum Bärenfelsen

Am Mittwoch unternehmen wir bei leichtem Regen eine kurze Wanderung zum Bärenfelsen Karhunpesäkivi Rock, einem riesigen Findling, der innen hohl sein soll. Man sieht am unteren Ende des Felsens zwar eine Öffnung, durch die wir aber hineinkriechen müssten, um den Stein von innen zu sehen, bei dem nassen und matschigen Boden lassen wir das lieber ausfallen. Von einer Aussichtsplattform weiter oben hätte man bei klarem Wetter einen guten Blick zum Inarisee, heute können wir ihn nur zwischen den Wolken erahnen. Weiter geht es über Ivalo bis zum Kurittusuvanto Stausee, an dessen Ufer wir einen schönen Stellplatz für die Nacht finden. Wegen des immer noch nassen Wetters bleiben wir im Wohnmobil und genießen Blaubeermuffins und Pizza aus dem Omnia Backofen.

Wald, Finnland
Blick in die nebligen Wälder Lapplands

Wald, Finnland
Nebliges Lappland

Yllästunturi, Lappland, Finnland
Blick vom Yllästunturi über Lappland

Von hier fahren wir am nächsten Tag bis zum Yllästunturi, einem Berg bei Äkäslompolo, wo wir im Februar 2022 schon viel Spaß im Schnee hatten. Heute ist es am Ylläs ziemlich trist, der Gipfel steckt in dicken Wolken und auf den Pisten ist schweres Gerät dabei, alles für den kommenden Winter vorzubereiten. Wir wandern auf holprigen Pfaden bis auf halbe Höhe, wo uns ein kalter Wind wieder zurück ins warme Wohnmobil treibt.

Yllästunturi, Lappland, Finnland
Heidelandschaft am nebelverhüllten Ylläs

Jürgen, Yllästunturi, Lappland, Finnland
Jürgen am Yllästunturi in Finnland

Nachdem die Fahrt durch die unendlichen Wälder des finnischen Lapplands in den letzten Tagen recht eintönig war, beschließen wir am Nachmittag, dass wir schnell wieder nach Norwegen mit seiner abwechslungsreichen Landschaft fahren wollen. Dorthin kommen wir am besten auf der Route über das schwedische Kiruna und den Abisko Nationalpark nach Narvik. Am Freitag legen wir die erste Etappe bis Kiruna zurück, wo wir sehr schön außerhalb der Stadt auf einem Campingplatz am See Alttajärvi stehen. 

Auf dem Campingplatz gibt es mehrere Saunahütten, die die Gäste beliebig und kostenlos reservieren können. Wir tragen uns für zweieinhalb Stunden am Samstagabend ein und gehen am Nachmittag im angrenzenden Wald Beeren sammeln. Dort gibt es neben vielen, schon sehr reifen Heidelbeeren auch die roten Preiselbeeren und die schwarzen Krähenbeeren, allesamt reiche Lieferanten von Vitamin C. Als wir zurückkommen, ist die Saunahütte gerade belegt, was für uns bedeutet, dass wir sie nachher pünktlich und vorgeheizt übernehmen können. Wir genießen die Zeit in der trockenen Hitze und kühlen uns immer wieder im Freien ab, wo die Temperatur inzwischen nahe am Gefrierpunkt liegt. Nach fünf Saunagängen ist unsere Zeit um und wir sind nun so richtig schön müde, um bald ins Bett zu gehen.

Vagabund, Schweden
Vagabund am schwedischen See Alttajärvi bei Kiruna


Kiruna, Schweden
Die Bergbaustadt Kiruna im Norden von Schweden

Bei der Weiterfahrt am Sonntag machen wir einen Stopp in Kiruna, der Bergbaustadt in Schweden, die seit einigen Jahren um fünf Kilometer nach Osten versetzt wird. So werden die Erzvorkommen unterhalb der alten Stadt für den Abbau zugänglich. Der Umzug der Kirche von Kiruna war im August 2025 ein großes Thema in den Medien, da das ganze Gebäude am Stück auf zwei riesigen Tiefladern zu seinem neuen Standort transportiert wurde. Die neue Stadt wirkt auf uns sehr modern und attraktiv, es ist gut sichtbar, was bei entsprechender Planung heutzutage alles möglich ist. 

Danach fahren wir ins Gebirge zum Abisko Nationalpark, dessen Gipfel inzwischen mit Schnee bedeckt sind. Bei stärker werdendem Wind stellen wir uns für die kommende Nacht auf einen geschützten Rastplatz etwas abseits der Straße.

Kiruna, Schweden
Das neue Rathaus von Kiruna mit dem Uhrturm


Quer durch die Berge des Abisko Nationalparks fahren wir wieder nach Norwegen, wo wir von Narvik aus die lange Fahrt in Richtung Süden des Landes antreten werden. Wir sind gespannt, was wir in den nächsten Wochen dort entdecken.

Karte Skandinavien
Unsere bisherige Route auf dieser Reise

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Kommentare: 1
  • #1

    Elke&Karsten (Dienstag, 14 Oktober 2025 11:05)

    Immer wieder spannend eure Berichte zu lesen und noch dazu die tollen Fotos! Wir freuen uns schon auf unsere Skandinavien Tour nächstes Jahr!