Vom Campingplatz in Hjerkinn wandern wir am Samstag drei Stunden lang durch das Dovrefjell und versuchen die Moschusochsen, die nur hier in der Gegend wild leben, vor die Linse zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Wir erklimmen den Snøhetta Viewpoint, von dem wir eine atemberaubende Aussicht zu den Gipfeln des Gebirges haben. Das ganze Unternehmen ist bei frostigen Temperaturen und einem fiesen kalten Wind ziemlich ungemütlich, lohnt sich aber allein wegen der tollen Landschaft auf jeden Fall. Danach kommen wir ja zurück ins kuschelig warme Wohnmobil.
Am Sonntag fahren wir auf der Rondane Landschaftsroute durch malerisch grüne Nadelwälder und vorbei an teilweise zugefrorenen Seen, bis wir auf einer Passhöhe im Rondane Nationalpark einen schönen Stellplatz finden. Hier wandern wir bei sonnigem, aber kaltem und windigem Wetter über das karge Hochland und verbringen dann eine einsame, absolut ruhige Nacht.
Der Montag begrüßt uns mit dichtem Nebel und eisigen Temperaturen, was die Fahrt auf den ersten Kilometern ein wenig knifflig macht. Das wird erst besser, als wir aus den tausend Metern Meereshöhe einige hundert Höhenmeter tiefer kommen, hier ist die Straße trocken und auch die Sicht ist besser. Wir fahren über Vinstra, wo wir an einer Tankstelle erst entsorgen und dann alle Flüssigkeiten auffüllen, zum Bergdorf Skåbu, bei dem der Jotunheimvegen beginnt. Der Jotunheimvegen ist eine private und mautpflichtige Bergstraße, die unbefestigt etwa fünfzig Kilometer durch das Hochgebirge führt. Die Landschaft ist einmal mehr unbeschreiblich wild und traumhaft schön und wir wundern uns sehr, wie schnell wir das andere Ende der Straße erreicht haben. Hier geht unsere Strecke direkt in die nächste norwegische Landschaftsroute, den Valdresflye, über, der uns zügig auf eine Höhe von knapp 1.400 Metern führt. Hier finden wir einen schönen Stellplatz mitten in der rauen Ödnis, auf dem wir für die kommende Nacht bleiben wollen. Allerdings sagt der Wetterbericht, den wir nach einem leckeren Mittagessen prüfen, dass es am Abend und in der Nacht kräftig schneien soll, sodass wir uns entscheiden, doch lieber weiter zu fahren, um am nächsten Vormittag keine Probleme zu bekommen. In der Zwischenzeit ist, ohne dass wir das bemerkt haben, wieder dichter Nebel aufgezogen, wodurch wir erst einmal ähnliche Verhältnisse haben, wie schon am Vormittag auf der Rondane Route. Auch hier ist es glücklicherweise so, dass wir nach einigen Kilometern unter die Wolkendecke kommen und dadurch wieder freie Sicht auf die phantastische Landschaft haben. Wir fahren bis nach Lom, wo wir auf den selben Campingplatz gehen, den wir schon am Anfang unserer Reise durch Norwegen besucht haben.
Wir starten am Dienstag in Richtung Sognefjell, werden jedoch schon nach zwanzig Kilometern an einer Straßensperre aufgehalten, die erst in einer dreiviertel Stunde wieder aufgehoben werden soll. Die Straße ist jetzt schon mit Schneematsch bedeckt und die Strecke soll noch fast tausend Höhenmeter weiter nach oben ins Gebirge führen, wobei eine dicke Wolkendecke dort für dichten Nebel sorgen wird. Nach kurzer Zeit des Überlegens kommen wir zu der Entscheidung, dass wir dort sowieso kaum etwas sehen können und daher besser umkehren und unsere Route in Richtung Oslo fortsetzen wollen. Da es uns zu lange dauert, bis die Strecke wieder freigegeben wird, fahren wir vorsichtig rückwärts so weit zurück, bis wir eine geeignete Stelle zum Umdrehen finden. Danach fahren wir bei anhaltendem Regen bis nach Lillehammer, wo wir unmittelbar neben der Olympiaschanze auf einem großen Parkplatz übernachten. Im Nebel sehen wir zwar fast nichts von der Anlage, doch in den wenigen lichten Momenten bekommen wir einen guten Eindruck von der Größe dieses beeindruckenden Bauwerks.



















































































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Ines (Sonntag, 26 Oktober 2025 17:44)
Wirklich tolle Fotos macht ihr !
Und die Eindrücke aus eurem Wohnmobil……sieht so gemütlich aus da �
Jetzt kann ich euren Garten wieder sehen, Blätter sind fast alle ab durch den ständigen Wind hier.
Liebe Grüße