Ein Sommer im Norden

Karte Skandinavien
Skandinavien - Unsere gefahrene Route

Dalapferde und Papageientaucher

Nach einem kurzen Besuch in der quirligen Universitätsstadt Uppsala besichtigen wir die gigantische Kupfergrube von Falun und die spannenden Fertigungswerkstätten der berühmten Dalapferde. Da der Frühling in Schweden noch ein wenig auf sich warten lässt, fahren wir spontan an die Atlantikküste von Norwegen, wo wir an den steilen Klippen der Insel Runde putzige Papageientaucher beobachten.


Themen auf dieser Seite

Universitätsstadt Uppsala

Lebhaftes Uppsala und das größte Dalapferd der Welt

Die große Grube von Falun

Historisches Kupferbergwerk mit fast hundert Meter tiefer Grube

Dalarna Pferde vom Siljansee

Hier entstehen die Dalapferde, das beliebteste Souvenir Schwedens

Nach Norden bis Östersund

Durch endlose Wälder nach Östersund in der Mitte von Schweden

Zum norwegischen Nationalfeiertag nach Ålesund

In Bud gibt es traumhaften Räucherlachs bevor es ins wunderschöne Ålesund geht

Papageientaucher auf der Insel Runde

Einzigartige Natur und unzählige Vögel auf abgelegener Insel

Karte unserer Reise

Dalapferde und Papageientaucher



Universitätsstadt Uppsala

Nach unseren überraschend royalen Tagen in Stockholm fahren wir am Samstag, 2.Mai bei ziemlich starkem Verkehr und strahlendem Sonnenschein in Schwedens älteste Universitätsstadt Uppsala. Eigentlich wollen wir an der historischen Siedlung Gamla Uppsala übernachten, doch der Parkplatz dort ist komplett belegt und auch für Fahrzeuge unserer Größe nicht geeignet. So weichen wir auf den Campingplatz in der Nähe des Stadtzentrums aus, von dem wir zu Fuß immer am Fluss Fyrisån entlang zur Fußgängerzone kommen. Wir ziehen durch die Gassen der lebhaften Stadt, in der unzählige junge Menschen aus vielen Ländern den warmen Tag genießen. Vor allem die Ufer des Flusses sind stark bevölkert, einige wenige wagen sogar einen Sprung ins kühle Nass. 

Uppsala, Schweden
Der Dom von Uppsala am Fluss Fyrisån

Unser erstes Ziel am Sonntag ist das größte Dala Pferd der Welt in Avesta. Das Pferd steht zwar recht unspektakulär am Rand eines großen Parkplatzes, ist aber mit seiner Höhe von zwölf Metern ganz schön beeindruckend. Da macht es auch gar nichts aus, dass das riesige Tier nicht aus Holz, sondern aus Beton hergestellt wurde.

Vagabund, Avesta, Schweden, Dala Pferd
Der Vagabund steht in Avesta neben dem größten Dala Pferd der Welt


Die große Grube von Falun

Falun, Schweden
Die riesige Grube von Falun entstand 1687 beim Einsturz der damaligen Kupfermine

Am Nachmittag kommen wir in die alte Bergbaustadt Falun, wo wir direkt neben der ehemaligen Kupfermine für die nächste Nacht bleiben können. Im Informationszentrum kaufen wir ein Ticket für eine geführte Tour durch das Bergwerk, die morgen um zwölf Uhr stattfinden wird. Dann machen wir uns bei sehr windigem Wetter auf den knapp zwei Kilometer langen Weg um die riesige Grube, die als das Wahrzeichen der Stadt angesehen werden kann. Das 95 Meter tiefe Loch entstand, als im Jahr 1687 die bis dahin sehr planlos entstandene Mine einstürzte. Wie durch ein Wunder gab es bei diesem Ereignis kein einziges Opfer, da der Einsturz ausgerechnet am Mittsommertag stattfand, an dem die gesamte Belegschaft frei hatte. Am Rande des Rundweges sind einige sehr interessante Gebäude zu besichtigen, mit denen der Bergbau vor hunderten von Jahren betrieben wurde. Wir sind von den Dimensionen der überwiegend aus Holz errichteten Konstruktionen mehr als beeindruckt, auch wenn wir uns so manches Detail zur Funktion selbst zurechtlegen müssen.

Falun, Schweden
Das Loch von Falun ist 95 Meter tief und hat einen Durchmesser von etwa 300 Metern

Falun, Schweden
Blick über die Grube zur Stadt Falun

Nachdem wir am Montag pünktlich am Treffpunkt erschienen sind, werden wir von unserer Führerin Johanna als allererstes mit äußerst adretten orangefarbenen Umhängen und farblich gut dazu abgestimmten Schutzhelmen ausgestattet. Diese Ausrüstung erweist sich im Bergwerk gleich von Beginn an als sehr sinnvoll, da die oft nur grob aus dem Fels gehauenen Gänge stellenweise so niedrig sind, dass wir nur gebückt hindurchgehen können. Über unzählige Stufen erreichen wir eine Tiefe von 67 Metern unter der Oberfläche und bekommen einen guten Einblick in die Arbeitsverhältnisse der damaligen Zeit. Da im 17.Jahrhundert das Dynamit noch nicht erfunden war, versuchten die Bergleute, das Gestein durch gezielt gelegte Feuer über Nacht so spröde zu machen, dass es am folgenden Tag leichter abgebaut werden konnte. Auf diese Weise wurden hier zwei Drittel der damaligen weltweiten Kupferproduktion erreicht. Nach einer knappen Stunde unter Tage geht es für uns glücklicherweise mit dem Aufzug wieder zurück zur Erdoberfläche.

Falun, Schweden
In den Tiefen des ehemaligen Kupferbergwerks Falun


Dalarna Pferde vom Siljansee

Wir fahren weiter nach Nusnäs in Dalarna, wo wir auf einem Parkplatz direkt am Ufer des Siljan übernachten. Dort stehen wir ganz alleine in malerischer Umgebung, während ein starker Wind die Wellen des Sees gegen das Ufer branden lässt.

Vagabund, Siljan, Schweden
In Nusnäs stehen wir direkt am Ufer des traumhaft schönen Siljan

Nusnäs ist die Heimat der Dala Pferde, die als typisches Symbol Schwedens angesehen werden. Hier begann der 26 Jahre alte Grannas A. Olsson im Jahr 1922 mit der Produktion von Dala Pferden. Die Tradition der Dala Pferde gab es zwar schon länger, doch wurden sie vor 1922 von den Einheimischen vor allem als Zeitvertreib in den langen Wintermonaten geschnitzt. Die jüngeren Brüder Nils und Jannes Olsson halfen Grannas in den ersten Jahren bei der Herstellung der Pferde und erhielten von ihm 1928 eine Kiste mit Holzrohlingen, die den Beginn ihrer eigenen Dala Pferdeproduktion darstellten. Der Durchbruch erfolgte 1939 auf der Weltausstellung in New York, wo ein großes Dala Pferd der Weltöffentlichkeit vor dem schwedischen Pavillon präsentiert wurde. Die dadurch sprunghaft angestiegene Nachfrage nach Dala Pferden wurde zum großen Teil von den Betrieben der Olsson Brüder gedeckt. Die Werkstätten und Verkaufsräume der beiden Familienbetriebe, Nils Olsson und Grannas, liegen in Nusnäs dicht nebeneinander und werden von uns am Dienstagvormittag ausgiebig besichtigt. Während bei Grannas alle Arbeitsschritte manuell durchgeführt werden, steht in der Werkstatt von Nils Olsson ein großer Roboter, der in Windeseile aus einem rechteckigen Stück Holz den fertigen Rohling eines Dala Pferdes herstellt. Diese sind von der Form her natürlich alle identisch und werden danach auch für einige wenige Kronen weniger im Shop angeboten, als beim Nachbarn. Das Einfärben und auch das abschließende Bemalen mit einem individuellen Muster erfolgt in beiden Betrieben von Hand. Wir entscheiden uns für ein 20 cm großes und ein 2 cm kleines Dala Pferd von Grannas, die ab jetzt unsere Souvenirsammlung bereichern dürfen.

Nusnäs, Schweden, Dala Pferd
Der kleine Ort Nusnäs gilt als die Wiege der Dala Pferde

Von Nusnäs aus sind es jetzt nur noch wenige Kilometer bis nach Mora, wo es für die nächsten Tage erst einmal gilt, eine fiese Erkältung auszukurieren, die ich mir bei den wechselhaften Wetterverhältnissen zugezogen habe. In Mora entstehen auch neue Pläne, wie es für uns weiter nach Norden gehen soll.

Mora, Schweden
Kirche und historischer Glockenturm in Mora am Siljan


Nach Norden bis Östersund

Schweden
Seen und Wälder im Herzen von Schweden

Die Strecke, der wir am Freitag vom Siljansee in nördliche Richtung folgen, führt durch unendlich wirkende Kiefern- und Buchenwälder, die nur durch wenige kleine Ortschaften unterbrochen werden. Als wir dann um die Mittagszeit den Wohnmobilstellplatz Fågelsjö Gryssjövägen erreichen, findet dort gerade eine Feuerlöschübung statt. Sofort wird etwas Platz für uns frei gemacht, sodass wir uns am Rand der Fläche ungestört aufstellen können. Wir gehen in das kleine Café in der Nähe, um zu fragen, wo wir für den Stellplatz bezahlen können, und werden dort so herzlich empfangen, dass wir beschließen, auch gleich das Angebot zum Mittagessen anzunehmen. Und das, obwohl wir gerade erst unsere Vorräte aufgefüllt haben. Die liebe Wirtin erklärt uns alle Speisen auf dem kleinen Buffet und versorgt uns mit allem, was wir uns vielleicht wünschen könnten. Das Essen schmeckt super lecker, man spürt, dass alles mit viel Liebe selbstgemacht ist. Die Atmosphäre in dem alten, wie eine Puppenstube eingerichteten Holzhäuschen, tut ihr Übriges, dass wir uns hier richtig wohl fühlen. Wir wundern uns darüber, wie viele Gäste dieses abgelegene Plätzchen finden, aber die Stimmung und das tolle Essen erklären eigentlich alles. Dass wir dann nur 120 Kronen für das komplette Menü einschließlich Getränke und Kaffee bezahlen müssen, ist der Gipfel, dafür bekommt man in Stockholm noch nicht einmal ein Smörrebröd. Wir fragen die Wirtin nach einer Empfehlung für eine Wanderung in der Gegend, worauf sie sämtliche Anwesenden auffordert, uns zu helfen, und wir am Ende eine schöne Wegbeschreibung durch die Wildnis bekommen. Und das sogar auf deutsch. Danach geht es für uns zwei Stunden lang durch dichten Wald, zwischen moosbewachsenen Felsen hindurch und immer wieder an schwarzen Tümpeln oder Bächen entlang, wobei wir ständig auf die orangefarbenen Markierungen achten müssen, die immer wieder an einzelnen Bäumen angebracht wurden. Ohne die Zeichen hätten wir uns allzu leicht im Wald verlaufen. 

Fågelsjö, Schweden
Der ehemalige Gutshof Fågelsjö ist heute ein Museum, in dem ein wunderbares Café betrieben wird

Fågelsjö, Schweden
In der kleinen Ortschaft Fågelsjö

Nach einer perfekt ruhigen Nacht machen wir am Samstagvormittag einen Abstecher zur sehenswerten alten Kirche von Älvros, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Sie wurde nach dem Bau der neuen Kirche 1890 aufgegeben und sollte eigentlich abgerissen werden. Bevor es aber im Jahr 1909 dazu kam, gab es viele Stimmen aus dem Dorf, die einen Erhalt des Bauwerks forderten, und so haben wir mehr als hundert Jahre später noch das Glück, die schöne Gamla Kyrka mit ihrem etwas abseits stehenden, hübschen Glockenturm bewundern zu können. Auch wenn die Tür im Moment geschlossen ist, ist die Kirche einen kleinen Umweg für uns wert. 

Zurück in Sveg legen wir einen kurzen Fotostopp an dem mit dreizehn Metern Höhe größten Holzbären der Welt ein. Der achtzig Tonnen schwere Koloss wurde 2005 von der Gemeinde aufgestellt in der Hoffnung, damit ein wichtiges Wahrzeichen für den Ort zu schaffen. Leider verrottete der Bär schon nach wenigen Jahren so stark, dass die Gemeinde aus Geldmangel beschloss, ihn einfach abzusperren und verfallen zu lassen. Als der Bär 2021 endgültig abgerissen werden sollte, wurde er von einem privaten Investor übernommen und renoviert, womit er weiterhin an seiner Kreuzung steht und von uns Reisenden bewundert werden kann. Wir fahren noch einige Kilometer weiter, bis wir kurz vor Linsell einen ruhigen Platz im Wald und ganz nah an einem See finden. Hier stehen wir einsam und ungestört bis zum nächsten Morgen, an dem, so wie von den Wetter Apps vorhergesagt, ein andauernder Regen einsetzt.

Älvros, Kirche, Schweden
An der alten Kirche von Älvros in der Nähe von Sveg

Da der Niederschlag im Laufe des Tages in Schnee übergehen soll, fahren wir bald los, lassen zwei mögliche Stellplätze unterwegs aus und erreichen kurz vor 13:00 Uhr den Campingplatz am Stadtrand von Östersund. 

Nachdem am Sonntagnachmittag sogar ein wenig Schnee gefallen ist, nutzen wir das sonnige, aber kalte Wetter am Montag, um durch die nette Stadt zu bummeln, die das Verwaltungszentrum der Provinz Jämtland bildet.

Östersund, Schweden
Östersund liegt ziemlich genau in der Mitte von Schweden


Zum norwegischen Nationalfeiertag nach Ålesund

Nachdem wir im Internet gesehen haben, dass für die meisten Bergstraßen im südlichen Norwegen die Wintersperre aufgehoben ist, machen wir uns auf den Weg zum Landschaftskino, das uns im letzten Herbst so begeistert hat. Also nutzen wir den kompletten Dienstag, um von Östersund über die Berge nach Trondheim und noch ein gutes Stück weiter nach Westen zu fahren. Norwegen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein, vielen satt grünen Wiesen und Wäldern, die wegen des milderen Klimas ebenfalls schon grüner sind als die im kälteren Schweden. Wir übernachten an einem einfachen Parkplatz neben der Hauptstraße mit einem traumhaften Blick zum tief blau schimmernden Halsafjord. 

Schweden
Wir fahren von Östersund in Richtung Norwegen

Atlanterhavsvegen, Norwegen
Die Landschaftsroute Atlanterhavsvegen führt entlang der Atlantikküste über mehrere Inseln

Am Mittwoch nehmen wir die erste Fähre über den Halsafjord, wobei der Chip, den wir seit letztem Jahr an der Windschutzscheibe haben, und die Registrierung bei autopassferje.no dafür sorgen, dass wir nur den halben regulären Preis für die Überfahrt zahlen müssen. Wir kommen durch Kristiansund und erreichen um die Mittagszeit die Landschaftsroute Atlanterhavsvegen, die über einige spektakuläre Brücken an der Atlantikküste entlang verläuft. Am Rastplatz Hågå machen wir eine Wanderung entlang der Küste, die an den griechischen Säulen Columna Transatlantica des Künstlers Jan Freuchen vorbeiführt. Es wird nicht erklärt, welche Idee der Künstler mit dieser Installation verfolgt, stattdessen wird die Interpretation dem Betrachter überlassen. Wir unterlassen die Sinnfrage und freuen uns an der sagenhaften Landschaft um uns herum, bevor wir unsere Fahrt in Richtung Bud fortsetzen. Kurz vor unserem Tagesziel machen wir einen kurzen Abstecher zu der Fischräucherei Drågen Smokehouse, wo wir letztes Jahr diesen phantastischen Lachs gefunden haben. Dort wird uns erklärt, dass sie hier keinen Fisch mehr verkaufen, sie hätten einen neuen Laden in Bud und der sei ausgeschildert. Natürlich fahren wir sofort dort hin und finden nach kurzer Suche das Geschäft, das sich noch in der Bauphase befindet. Ganz tief im noch weitgehend leeren Gebäude gibt es immerhin schon einen Tisch mit verschiedenen Sorten geräuchertem Fisch, von denen wir uns wieder drei aussuchen. Daneben gibt es hinter einer großen Glasscheibe eine Räucherkammer, in der die glänzenden Lachse bewundert werden können. Man scheint hier alles für einen größeren Andrang von Besuchern vorzubereiten. Am Stellplatz verwöhnen wir uns mit einer Portion Lachs, der vor dem Räuchern in Aquavit mariniert wurde und traumhaft schmeckt. 

Atlanterhavsvegen, Norwegen
Am Atlanterhavsvegen

Atlanterhavsvegen, Norwegen
An der Landschaftsroute Atlanterhavsvegen
Ålesund, Norwegen
Panorama von unserem Stellplatz in Ålesund

Nach einem verregneten und windigen Donnerstag, an dem wir uns im Wohnmobil mit Leckereien verwöhnen, fahren wir am Freitag frühzeitig bei Sonnenschein nach Ålesund. Wegen des Feiertags und des langen Wochenendes erwarten wir, dass die Stellplätze in Ålesund heute gut gefüllt sind und so ist es auch. Als wir gegen 11:00 Uhr ankommen, reisen gerade ein paar Fahrzeuge ab und es gibt drei freie Plätze, von denen wir uns einen direkt am Wasser aussuchen. Wenig später ist der Platz mit insgesamt fünfzig Wohnmobilen auch tatsächlich komplett voll, da hat sich die frühe Anreise für uns gelohnt. Am Nachmittag schlendern wir durch die tolle Stadt mit ihren farbenfrohen Jugendstilhäusern direkt am Wasser. 

Ålesund, Norwegen
Jugendstilhäuser in Ålesund

Ålesund, Norwegen
Blick über Ålesund und die umliegenden Berge

Bei schönstem Wetter erklimmen wir am Samstag den Gipfel des Berges Aksla, von dem aus wir eine großartige Sicht auf die Stadt haben, die sich über mehrere Inseln erstreckt. Vor dem Genuss der Aussicht steht allerdings der steile Aufstieg, der über eine Treppe mit 418 Stufen nach oben führt und viele Gelegenheiten für lohnende Fotostopps bietet. Wir kommen auch zum Denkmal für den deutschen Kaiser Wilhelm II., der nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1904 entscheidend dazu beitrug, dass die Stadt wieder aufgebaut werden konnte. Anstelle der vormaligen Holzhäuser wurden nach dem Feuer ausschließlich Gebäude aus Stein errichtet, viele davon im damals beliebten Jugendstil, was Ålesund sein charakteristisches Aussehen verleiht. Vom 189 Meter hohen Aksla gehen wir auf dem selben Weg zurück zur Stadt und gönnen uns im Restaurant Fisketorget leckere Fish & Chips zur Stärkung. 

Ålesund, Norwegen
Blick vom Aksla Aussichtspunkt auf Ålesund

Ålesund, Norwegen
Blick vom Aksla in die Landschaft um Ålesund

Am Sonntag, 17.Mai ist der norwegische Nationalfeiertag für den sich Stadt und Menschen mit unzähligen Flaggen und Trachten schmücken. Ein langer Festzug zieht durch die Straßen, die von hunderten Zuschauern gesäumt sind und Einheimische wie Touristen freuen sich über das perfekt zum Anlass passende sonnige Wetter.

Norwegen, Nationalfeiertag
Am 17.Mai ist in Norwegen der Nationalfeiertag


Papageientaucher auf der Insel Runde

Runde, Norwegen
Auf den Klippen der Insel Runde bei der Suche nach den Papageientauchern

Nachdem sich der Stellplatz in Ålesund schon gegen Abend des norwegischen Nationalfeiertags ziemlich stark geleert hat, verlassen auch wir diese bildschöne Stadt und machen uns auf den Weg zur abgelegenen Insel Runde. Die Insel erreichen wir über einige gewagte Brücken, die seit 1982 einen einfachen Zugang für jedermann ermöglichen. So erzählt uns der Betreiber des Campingplatzes auch gleich bei der Ankunft, dass heute viel zu viele Touristen hierher kommen und dadurch leider oft dazu beitragen, die empfindliche Natur der Insel zu beschädigen. Immerhin gibt es jetzt außerhalb der Saison noch einige freie Plätze, sodass wir in der ersten Reihe direkt am Meer stehen können. Von hier wandern wir am Abend auf sehr steilen, gut erkennbaren Wegen zum Lundeura, dem bekannten Papageientaucherfelsen, der die unangefochtene Hauptattraktion der Insel Runde darstellt. Obwohl es an der Küste angenehm mild ist, bläst oben ein fieser kalter Wind, sodass wir froh sind, der Empfehlung des Betreibers gefolgt zu sein und warme Klamotten angezogen zu haben. Beim nächsten Mal darf es sogar noch ein bisschen mehr sein. Von der Kante der zweihundertzehn Meter hohen Klippen haben wir einen atemberaubenden Blick in die Tiefe und sehen schon bald die ersten Papageientaucher in den steilen Hängen. Doch wenn wir dachten, dass wir dort oben fast alleine sein würden, haben wir uns natürlich getäuscht, vor allem am Rand des Steilhanges, der nur durch eine Kletterei über große Felsbrocken erreicht werden kann, warten schon viele Fotografen auf das Erscheinen der putzigen Vögel. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie voll es hier in der Hochsaison sein kann. Genau wie alle anderen sind auch wir begeistert von den Papageientauchern, die anscheinend unbeeindruckt von uns Menschen in den Verstecken der Klippen ihre Nester pflegen und dabei regelrecht für die Kameras posieren. So entstehen ganz schnell mehr als zweihundert Fotos, die wir später im Wohnmobil erst einmal sortieren müssen. Während unseres Rückweges können wir noch ein Pärchen Seeadler beobachten, die sich dem Fang durch die Kamera allerdings erfolgreich entziehen, vielleicht haben wir morgen etwas mehr Glück. Gegen 21:00 Uhr kommen ein bisschen ausgekühlt aber total happy zurück zum Wohnmobil.

Papageientaucher, Runde, Norwegen
Auf den Klippen der Insel Runde brüten im Mai hunderttausend Paare Papageientaucher

Runde, Norwegen
Bei unserer Wanderung auf der Insel Runde
Runde, Norwegen
Bei unserer Wanderung auf der Insel Runde

Am Dienstag lädt schönstes Wetter zu einer ausgiebigen Wanderung um die Insel Runde ein. Auch heute geht es erst steil nach oben und dann meistens an der Abbruchkante der Klippen entlang bis zum westlichsten Punkt der Insel, von wo wir über weite Hochebenen zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren. 

Runde, Norwegen
Zerklüftete Steilküste auf Runde

Runde, Norwegen
Bei unserer Runde über die Insel Runde

Karte unserer Reise

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Dalapferde und Papageientaucher