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Ein Sommer im Norden - Inhalt |
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| ▶ Schlösser im südlichen Schweden | |
| ▶ Dalapferde und Papageientaucher | |
| ▶ Fjorde und Gebirge Norwegens | |
| ▶ Kontraste im Süden von Schweden und Norwegen |
Wir erleben spannende Tage auf den kargen Hochebenen, die auch im Juni noch Schnee- und Eisreste aus dem letzten Winter für uns bereithalten. Zwischen Gaularfjellet und Ryfylke besuchen wir die attraktiven Städte Bergen und Stavanger an der Atlantikküste.
Themen auf dieser Seite
| Schnee und Eis am Gaularfjell |
Winterliche Landschaftsroute Gaularfjellet |
| Handelsstadt Bergen |
Farbenfrohe Holzhäuser im alten Hanseviertel Bryggen |
| Erdölstadt Stavanger |
Hauptstadt des Erdöls mit Geschichte |
| Wasserfälle von Ryfylke bis Hardanger |
Raues Saudafjell, tosende Wasserfälle und brlühende Apfelbäume |
| Hardangervidda - Die größte Hochebene Europas |
Der gigantische Vøringsfossen und die endlose Weite der Hardangervidda |
| Auf gewundenen Straßen durch die norwegischen Gebirge |
Über Aurlandsfjellet, Tindevegen und Sognefjellet zur Rondane NP |
| Karte unserer Reise |
Dalapferde und Papageientaucher |
Obwohl die Strecke, die wir am Mittwoch zurücklegen, zu keiner der norwegischen Landschaftsrouten gehört, bietet sie landschaftliche Abwechslung pur. Wir fahren an zahlreichen Fjorden entlang, queren das Wasser über Brücken und Fähren, kommen durch mehrere Tunnels und landen am Nachmittag irgendwo zwischen Måløy und Florø auf einem Wanderparkplatz in den Bergen, um den herum die Gipfel zum Teil noch schneebedeckt sind.
Hier verbringen wir eine ruhige Nacht, in der wir nur das Rauschen der Wasserfälle in der Nähe hören. Der Donnerstag bietet Landschaft vom Feinsten. Wir fahren zur Kleinstadt Førde, hinter der bald die Landschaftsroute Gaularfjellet von der Hauptstraße abzweigt. Die Straße schlängelt sich durch grüne Wälder, vorbei an schimmernden Seen und Fjordarmen und windet sich immer weiter nach oben, bis wir auf etwa 700 Metern Höhe an einem zugefrorenen Bergsee ankommen. Die Hänge um uns herum sind noch schneebedeckt, während die Gipfel der Berge in dicken Nebelwolken verschwinden. Dieses atemberaubende Panorama bleibt uns lange erhalten, denn dunkel wird es heute erst eine halbe Stunde nach Mitternacht.
Genauso spektakulär geht es auch am Freitag weiter. Erst haben wir einen tollen Blick vom höchsten Punkt des Gaularfjellet, dem auf 784 Meter liegenden Aussichtspunkt Utsikten, dann folgen wir der steilen Serpentinenstraße bis hinab nach Balestrand am Sognefjord. Mit der Fähre kommen wir über den Fjord und dann immer an dessen Ufer entlang bis nach Gaupne, wo wir auf dem Campingplatz zwischen blühenden und wunderbar duftenden Apfelbäumen zunächst einmal abwarten wollen, bis das für die nächsten Tage vorhergesagte Regenwetter abgezogen sein wird.
Bei der Prüfung der Wetteraussichten für die nächsten Tage sehen wir, dass es auf dem Sognefjell bis zu zwanzig Zentimeter schneien soll und gleichzeitig ein Sturm mit 9 Bft erwartet wird. Also werfen wir spontan unseren bisherigen Plan über den Haufen und machen uns am Pfingstmontag schon recht früh auf den Weg nach Bergen. Im anhaltenden Regen gilt es jetzt etwa 260 Kilometer zurückzulegen, von denen insgesamt sagenhafte 75 Kilometer durch unzählige Tunnel verlaufen. Der im Jahr 2000 fertiggestellte Lærdalstunnel ist dabei mit 24,5 Kilometern der längste Straßentunnel der Welt. Wir staunen über hunderte Wasserfälle, die ständig links und rechts der Straße, teilweise aus atemberaubender Höhe in die Tiefe rauschen und beeindruckend reißende Flüsse bilden. Wir erreichen Bergen am frühen Nachmittag und parken auf dem Wohnmobilstellplatz an der alten Eissporthalle.
Vom Platz kommen wir am Dienstag bequem mit der Straßenbahn ins Zentrum von Bergen. Von der Endstation ist es nicht weit zur Fløibahn, einer supersteilen Standseilbahn, die uns in wenigen Minuten zu einem Aussichtspunkt bringt, von dem aus wir einen tollen Blick auf die Stadt und den Hafen haben. Das hilft uns später, uns im Gewirr der Häuser zurechtzufinden. Wir schlendern durch das wunderschöne alte Hanseviertel Bryggen, dessen eng beieinander stehende Gebäude fast ausschließlich aus Holz errichtet wurden. Als die Niederlassung der Hanse hier im 14. Jahrhundert gegründet wurde, blieben die Häuser unbeheizt, wodurch Brände vermieden werden sollten. Trotzdem wurde das gesamte Viertel über die Jahrhunderte mehrfach durch Feuer zerstört und immer wieder neu aufgebaut. Seit 1979 zählt Bryggen zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als bedeutendste historische Sehenswürdigkeit in Bergen. Entsprechend gut besucht ist das Viertel, durch dessen enge Gassen sich Horden von Passagieren der im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffe wälzen. Wir gönnen uns den Spaß und besuchen das in der Nähe liegende Trollmuseum, in dem wir nicht nur zu Trollexperten ausgebildet werden, sondern uns vor einem großen Spiegel mit Hilfe von KI auch selbst in verschiedene Trolle verwandeln können.
Das Dasein als Troll macht ganz schön hungrig und so passt es ganz gut, dass es vorne am Fischmarkt eine große Auswahl leckerer Gerichte gibt. Wir wandern noch zur Festung Bergenhus, bevor wir uns langsam auf den Rückweg zum Stellplatz machen.
Von Bergen fahren wir in zwei Etappen nach Stavanger, wobei wir unterwegs am aufgegebenen Fähranleger Valevåg übernachten. Seit der Unterseetunnel in der Nähe in Betrieb ist, gibt es hier keine Schiffe mehr und die elf Wartespuren können bequem als Übernachtungsplatz genutzt werden. Ansonsten gibt es dort aber auch gar nichts zu tun.
In Stavanger kommen wir am Donnerstag um die Mittagszeit am Campingplatz an und fahren bald mit dem Bus ins Zentrum. Wir erkunden die schöne Innenstadt zu Fuß, wobei uns das Viertel mit den farbenfrohen Fassaden auf Anhieb gut gefällt. Nachdem Touristen in Stavanger vor allem die einzigartige Altstadt mit ihren berühmten weißen Häusern besuchten, kamen sie früher selten in die anderen Stadtteile. Daher entstand die Idee, mit bunten Gebäuden eine weitere Attraktion zu schaffen, was offensichtlich geklappt hat. Natürlich wandern wir auch durch Gamle Stavanger und sind dort von den liebevoll gepflegten weißen Häusern und ihren blühenden Gärten begeistert. Getrübt wird das ganze ein wenig durch ein riesiges, direkt an der Altstadt liegendes Kreuzfahrtschiff, das ständig die Maschine laufen lässt. Wir wollen uns kaum vorstellen, wie das für die Bewohner dieses kleinen Paradieses sein muss, wenn sie in der Saison jeden Tag ein neues Schiff vor der Tür liegen haben und ein paar tausend Passagiere durch ihre schönen Gassen strömen.
Erst am Nachmittag entdecken wir das Erdölmuseum, das aber leider gleich schließen wird, so dass wir uns einen Besuch für morgen vornehmen.
Am Freitag erfahren wir in dem gut gemachten Museum viel über die norwegische Geschichte des Erdöls und was dieser unerwartete Reichtum mit dem Land gemacht hat. Es wird spannend sein zu sehen, wie Norwegen mittelfristig mit der Situation umgeht, dass die Ressourcen irgendwann erschöpft sein werden und dass Öl eine immer geringere Rolle spielen wird.
Nach den Tagen in den zwei großen norwegischen Städten Bergen und Stavanger, in denen die Wohnmobilstellplätze schon jetzt im Mai komplett voll sind, und durch deren sehenswerte Altstädte sich tausende Kreuzfahrer von ihren riesigen Schiffen wälzen, freuen wir uns darauf, wieder in die sagenhafte Natur des norwegischen Südens zu kommen.
Bevor wir am Samstag, 30.Mai Stavanger wieder verlassen, machen wir noch einen Abstecher zu den Svert i Fjell, den Schwertern im Berg, die als Symbol für die nationale Vereinigung Norwegens gelten. An dieser Stelle hat im Jahr 872 die Schlacht am Hafrsfjord stattgefunden, als deren Ergebnis Harald Schönhaar erster König von Norwegen wurde.
Durch den mehr als vierzehn Kilometer langen Ryfylketunnel kommen wir schnurstracks nach Tau, wo wir auf die Landschaftsroute Ryfylke stoßen. Der Ryfylketunnel ist der längste und mit 292 Metern unter dem Meeresspiegel tiefste unterseeische Straßentunnel der Welt. Von Tau folgen wir der ausgeschilderten Landschaftsroute, fahren entlang von tiefen Fjorden, die wir mal über Brücken, mal mit der Fähre überqueren, bis nach Erfjord. Dort stehen wir für die folgende Nacht auf einem sehr schönen privaten Stellplatz direkt am Ufer des gleichnamigen Fjordes. Unterwegs regnet es fast den ganzen Tag, was der großartigen Landschaft um uns herum einen ganz eigenen Zauber bereitet.
Am Sonntag fahren wir bei wechselhaftem Wetter weiter durch den Distrikt Ryfylke mit seiner kontrastreichen Landschaft. Auf oft schmalen Straßen geht es durch hügelige Wälder, an tief eingeschnittenen Fjorden entlang und über felsige, karge Hochebenen. Am eindrucksvollen Wasserfall Svandalsfossen werden wir nicht nur wegen des Regens, sondern vor allem wegen der starken Gischt ziemlich nass, als wir dem ausgebauten Weg entlang des tosenden Wassers folgen. Am frühen Nachmittag kommen wir zur 874 Meter hohen Passhöhe des Saudafjells, dessen ganz eigene Natur uns so in ihren Bann schlägt, dass wir dort die Nacht verbringen.
Vom Saudafjell führt die schmale Bergstraße zwischen üppigen Schneeresten hindurch und an mehreren Seen vorbei, die noch immer mit einer brüchigen Eisschicht bedeckt sind, bis zum Ende der Ryfylke Landschaftsroute am Røldalsfjell. Dort geht unsere Strecke fast nahtlos in die nächste der norwegischen Landschaftsrouten über. Gleich zu Beginn der Hardanger Landschaftsroute kommen wir zum spektakulären Låtefossen, einem tosenden Wasserfall, bei dem sich zwei mächtige Ströme direkt an einer Steinbrücke vereinen, auf der wir bei einer kurzen Wanderung wieder einmal nass werden. Anschließend wird die Route beschaulicher, führt erst am Ufer des Sørfjorden, später am Hardangerfjord entlang durch ausgedehnte Obstplantagen, die aktuell in voller Blüte stehen. Auf der engen Straße kommen wir nur ziemlich langsam voran und sind froh, dass nur selten ein anderes Fahrzeug entgegenkommt. Wir übernachten an einem schönen Parkplatz oberhalb des Hardangerfjord, an dem sich im Laufe des Abends noch drei weitere Wohnmobile einfinden.
Nachdem wir am Dienstagvormittag mit der Fähre zum nördlichen Ufer des Hardangerfjord übergesetzt haben, kommen wir schnell zum nächsten Wasserfall dieses Reiseabschnitts. Der außergewöhnliche Steindalsfossen ist mit einer Fallhöhe von fünfzig Metern zwar nicht unter den höchsten des Landes, dafür können wir hinter dem Wasserfall zwischen der Felswand und dem herabstürzenden Wasser hindurch gehen, was ihn zu einem der meistbesuchten Wasserfälle von ganz Norwegen macht. Wir folgen der Hardanger Landschaftsroute bis zu ihrem Ende bei Granvin, wo die Straße in einem langen Tunnel verschwindet und erst nachdem wir in einem unterirdischen Kreisverkehr die Richtung gewechselt haben, direkt bei der Hardangerbrua wieder ans Tageslicht kommt. Die 1380 Meter lange Hardangerbrua über den Eidfjord ist eine der längsten Hängebrücken des Landes, da die Pfeiler wegen der enormen Wassertiefe von über fünfhundert Metern nur an Land gesetzt werden konnten. Auf der Südseite des Eidfjord wollen wir gerne am ehemaligen Fährhafen übernachten, die Wartespuren liegen aber so nah an der gut befahrenen Hauptstraße, dass uns diese Stelle zu unruhig scheint. Wir nutzen die Gelegenheit, das Auto am Fähranleger zu wiegen, kommen dabei auf knapp über 6000 Kilo, und setzen unsere Fahrt in Richtung Hardangervidda fort.
Wir kommen durch das kleine Städtchen Eidfjord, wo die Landschaftsroute Hardangervidda beginnt. Ab hier windet sich die Strecke wieder hoch in die Berge, führt durch abenteuerlich kurvenreiche Tunnels, die auf der Landkarte fast wie eine Brezel aussehen, und erreicht in 700 Metern Höhe den großen Parkplatz des Vøringsfossen, auf dem wir bequem für die Nacht unterkommen. Sofort machen wir uns auf den Weg zum Wasserfall, der zum Spektakulärsten gehört, was wir bisher gesehen haben. Von unfassbar kühn konstruierten Plattformen haben wir einen schwindelerregenden Blick senkrecht in die Tiefe, wo sich zweihundert Meter unter uns zwei Wasserfälle in einer gigantischen Wolke aus weißer Gischt treffen. Das ganze Gelände ist durch gesicherte Wege, eine abenteuerliche Brücke und zahlreiche Aussichtspunkte so gut erschlossen, dass wir eine lange Zeit damit verbringen, die Wasserfälle aus allen möglichen Perspektiven zu betrachten.
Nach einer ruhigen Nacht geht es am Mittwoch quer durch die Hardangervidda, die mit 8000 Quadratkilometern größte Hochebene Europas. Die raue Landschaft ist wieder einmal so faszinierend, dass wir immer wieder anhalten, um neue Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Auf dem Weg in Richtung Aurlandsdalen übernachten wir auf einem einfachen Parkplatz in der kargen Landschaft des Urevassbotn.
Der Touristenort Flåm hat nichts mehr mit dem abgelegenen Dorf am Fjord zu tun, in dem ich 1978 meinen 18. Geburtstag feierte. Flåm ist heute das Zentrum für eine Vielzahl an Aktivitäten und ist perfekt darauf eingerichtet, dass jährlich eine halbe Million Besucher hier Station machen. Die meisten kommen mit Kreuzfahrtschiffen und bleiben jeweils nur einen Tag, viele andere kommen aber wie wir mit dem Wohnmobil. Alles ist großzügig dimensioniert und hervorragend organisiert, was sich die Anbieter aber auch ausgesprochen gut bezahlen lassen. Wir bleiben in Flåm zwei Nächte vor allem deshalb, weil am Samstag kein Kreuzfahrtschiff geplant ist und wir damit rechnen, dass dann nur wenige Busse auf dem Weg zum berühmten Aussichtspunkt Stegastein unterwegs sein werden.
Die Rechnung geht auf. Mit nur wenigen anderen Wohnmobilen kommen wir ohne Schwierigkeiten durch die engen Serpentinen der Landschaftsroute Aurlandsfjellet und stehen bereits um 9:00 Uhr an der ausgesetzten Plattform des Stegastein, die 650 Meter über dem Aurlandsfjord schwebt. Die Route geht weiter über das phantastische Aurlandsfjell, wo immer noch viele Schneereste aus dem vergangenen Winter auf den Bergen und neben der Straße liegen, bevor wir über endlose Kehren wieder zurück auf Meereshöhe am Lærdalsfjord kommen.
Weil es noch ziemlich früh am Tag ist, beschließen wir, dass wir direkt weiter zum Anfang der Landschaftsroute Sognefjellet fahren, die wir ja schon zweimal wegen winterlicher Straßenverhältnisse abgebrochen haben. Google Maps meint es gut mit uns und wählt eine Route, die anstatt über die Hauptstraße und eine Fährverbindung über die mautpflichtige Panoramastraße Tindevegen führt. Gleich hinter einem unscheinbaren Wohngebiet des Dorfes Ørve Årdal kleben sagenhafte fünfzehn Haarnadelkurven dermaßen eng an der Felswand, dass wir mit dem Vagabund schon ein wenig Mühe haben, uns dort hoch zu arbeiten. Die Strecke ist zwar für Fahrzeuge bis zehn Meter Länge zugelassen, doch selbst wir müssen an einer der Spitzkehren zurückstoßen und sind heilfroh, dass wir in diesem Abschnitt keinen Gegenverkehr haben. Wir kommen bald über die Baumgrenze in eine atemberaubende Berglandschaft, in der wir auf einer Höhe von 1220 Metern einen tollen Stellplatz für die Nacht finden. Bei strahlendem Sonnenschein folgen wir einem Wanderpfad entlang eines reißenden Bergbachs, der sich allerdings bald in der moosbewachsenen Ebene verliert. Wir genießen die tolle Aussicht und das Rauschen des Baches und erleben kurz vor Mitternacht einen farbenfrohen Sonnenuntergang über den schneebedeckten Gipfeln.
Am Sonntag legen wir die restlichen Kilometer des wunderschönen Tindevegen zurück, der bald in die Landschaftsroute Sognefjellet mündet. Diese Strecke präsentiert sich bei Sonnenschein mit vereinzelten Wolken als weiteres traumhaftes Highlight der norwegischen Natur. Ganz oben, auf etwa 1400 Metern Höhe können wir sogar einige ganz Sportliche beobachten, die den letzten Schnee des Jahres für eine Runde Langlauf nutzen.
Mit dem Sognefjellet haben wir jetzt seit dem letzten Jahr 17 der von der norwegischen Straßenverwaltung im ganzen Land eingerichteten Landschaftsrouten befahren und sind von jeder einzelnen von ihnen begeistert.
Ungefähr dreißig Kilometer vor Lom bleiben wir für die Nacht am großen Parkplatz eines geschlossenen Cafés, für das die Saison wohl noch nicht begonnen hat. Am Abend kommt der Besitzer und erklärt uns, dass wir hier nur dann übernachten dürfen, wenn wir Mitglied in einer norwegischen Campervereinigung sind. Er gibt uns Unterlagen, damit wir uns im Internet anmelden und den erforderlichen Jahresbeitrag von etwa 75 Euro bezahlen können. Das ist uns zu viel, da wir ja nicht wissen, ob wir zukünftig auf weiteren Plätzen dieser Gruppe stehen werden. So fahren wir noch schnell ein paar Kilometer weiter bis zu einem kleinen Parkplatz an der Straße, von dem wir sogar eine bessere Aussicht auf die Berge haben als zuvor.
Am Montag fahren wir über Lom nach Vinstra, wo wir uns umfassend versorgen können. Kurz darauf beginnt für uns die Landschaftsroute Rondane, die sich schnell auf mehr als tausend Meter hoch schwingt. In der endlosen, moosbewachsenen Hochebene finden wir einen ruhigen Platz für die Nacht, von dem aus wir ziellos durch die fast mystische Landschaft wandern. Dabei sehen wir außer ein paar Vögeln keine Tiere, keine Menschen und zum Glück auch keine Trolle oder Riesen.